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Wie gehen Sie mit ängstlichen Patientinnen und Patienten um?

Behandlungsfehler, Infektionsrisiko oder der Piks mit der Nadel: Angstpatienten befürchten oft das Schlimmste und brauchen besonders viel Aufmerksamkeit und Ruhe.

Welche Tipps können Sie anderen Medizinischen Fachangestellten zum Umgang mit Angstpatientinnen und -patienten mit- und weitergeben? Was sind Ihre Erfahrungen?

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Die Initiative zukunft:hausarzt lädt Sie dazu ein, gemeinsam mit uns den Hausarztbesuch der Zukunft zu gestalten. Ihre Meinung zählt. Ihre Erfahrung ist wichtig. Tauschen Sie sich mit uns aus, damit Hausärztinnen und Hausärzte, medizinische Fachangestellte, Patientinnen und Patienten sowie Krankenkassen zukünftig von der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) profitieren. Initiative zukunft:hausarzt – eine Initiative des Sächsischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband e.V. sowie Hausärzteverband Hessen e.V.

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Hanna am 15.05.2022
Ängste und damit oft verbundene Vorurteile überwinden hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Langjährige, einfühlsame Medizinische Fachangestellte, welche die Patienten lange schon kennen, haben es da etwas leichter.
Doch was wenn man neu in der Praxis ist? Da wird man oft von den Patienten verständlicherweise misstrauisch beäugt - so erging es mir, als ich die Praxis wechselte und für alle Patienten Neuling war.
Vorläufer von Angst sind oft schlechte Erfahrungen.
Meine Erkenntnisse daraus im Umgang mit ängstlichen Patienten sind:
Woher kommt die Angst oder Sorge? Patienten ruhig vorsichtig unter vier Augen darauf ansprechen. ,,Schlechte Erfahrungen gemacht?" Sie erzählen gern. Somit kann man eventuelle Vorurteile aus dem Weg räumen. Ruhig sagen: ,,Ich mache ganz vorsichtig".
Lächeln lässt viele zwischenmenschliche Mauern einfallen. Trotz Maskenpflicht in unseren Arztpraxen ist ein Lächeln für Patienten gut durch sich bildende Fältchen an den Augenwinkeln erkennbar.
Sicherheit ausstrahlen.
Dem Patienten das Vorgehen erklären (es könnte leicht drücken oder das Medikament etwas brennen), bevor man beginnt.
Manche möchten vor dem Piks vorgewarnt werden. Dies ruhig erfragen und beachten.
Auf Wünsche des Patienten eingehen, wenn medizinisch möglich.
Ruhig darum bitten, dass Patienten Bescheid geben sollen, wenn es schmerzt. Dagegen kann man beim Spritzen oder Verbandswechsel gut etwas tun.
Mein Geheimtipp ist es außerdem, die Patienten im Gespräch abzulenken und ehe sie sich versehen, ist der Piks auch schon wieder vorbei, ob beim Spritzen oder der Blutentnahme.
Das alles hat sich bei mir gut bewährt. Die Patienten, welche vor meiner Zeit in meiner jetzigen Praxis bevorzugt in's Labor zum Blutabnehmen gegangen sind, kommen dafür jetzt lieber zu mir in die Praxis. Darauf bin ich schon ein wenig stolz und es motiviert mich, so weiterzumachen.
Ich bin gespannt auf weitere Tipps.
Viele Grüße
IZH-Team am 20.05.2022
Liebe Hanna,
vielen Dank für das Teilen Ihrer Erfahrungen und vor allem für die wertvollen Tipps im Umgang mit Angstpatient:innen! Wie schön, dass Sie sich trotz des stressigen Alltags Zeit für die Menschen nehmen, auf sie eingehen und ihnen so die Angst nehmen können.
Wir freuen uns ebenfalls auf weitere Erfahrungsberichte und Tipps von anderen Praxismitarbeiter:innen.
Viele Grüße
Ihr IZH-Team

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