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Facharztwahl: Welche Richtung passt zu mir?

Das können Sie bei der Wahl der Facharztrichtung berücksichtigen

Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Neurologie – in Deutschland gibt es insgesamt 34 Facharztrichtungen. Einzelne davon, wie beispielsweise die Chirurgie, sind in weitere Spezialgebiete unterteilt. Neben den persönlichen Interessen von angehenden Ärztinnen und Ärzten und im Studium bereits erworbenen Erfahrungen, sind es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Dauer der Facharztausbildung, die mitunter für oder gegen ein medizinisches Fachgebiet sprechen.

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Die Qual der Wahl: Diese Fragen sollten Sie sich stellen

Zu den beliebtesten Facharztrichtungen gehören unter anderem die Innere Medizin, Allgemeinmedizin sowie Anästhesiologie. Weniger beliebt sind hingegen Hygiene und Umweltmedizin, Radiologie und Pneumologie – doch oftmals wird besonders in diesen Fachbereichen am dringendsten nach Fachärztinnen und -ärzten gesucht.
Beschäftigt man sich noch vor Erhalt der Approbation intensiv mit den verschiedenen Facharztrichtungen, so können Antworten auf folgende Fragen bei der Entscheidung helfen, welches Fachgebiet das richtige ist:

  • Wie viel Nähe zu Patientinnen und Patienten möchte ich?
  • Bin ich körperlich sehr belastbar und arbeite ich gerne im Team?
  • Wie wichtig sind mir Gehalt und Karrierechancen?

Darüber hinaus spielen Faktoren wie der Wohnort sowie die Dauer der Ausbildung und eine gute Work-Life-Balance eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.

Welche Facharztrichtung passt zu mir?

Um die richtige Entscheidung zu treffen, bedarf es einer Reihe von Abwägungen. Die folgenden Zusammenfassungen können Ihnen bei der Orientierung helfen, wenn Sie Überschneidungen mit Ihrer Person sehen.

Der Familientyp

Sie sind ein Familienmensch und wünschen sich auch während Ihrer Tätigkeit als Ärztin oder Arzt genug Zeit für Ihre Liebsten? Dann sind Fachrichtungen wie beispielsweise Anästhesie, Strahlenmedizin oder Radiologie mögliche Optionen, da Sie unter anderem auf geregelte Arbeitszeiten sowie planbare Einsätze setzen können. Auch die Arbeitsmedizin ist sehr familienfreundlich, dort arbeiten Sie meist für ein Unternehmen oder im öffentlichen Dienst – feste Arbeitszeiten sind hier die Regel.

Immer höher auf der Karriereleiter

Bei Ihnen steht die Karriere im Fokus und Sie streben eventuell sogar eine Position als Chefarzt oder -ärztin an? Dann hilft eine ausgeprägte Feinmotorik, denn die besten Aussichten auf eine erfolgreiche Berufslaufbahn bietet der Fachbereich des Chirurgen. Eine Karriere als Ärztin oder Arzt ist jedoch nicht nur in der Klinik möglich, sondern auch mit einer eigenen Praxis. Wer sich dennoch für den Klinikalltag entscheidet, profitiert unter anderem von einer tariflichen Vergütung. Allerdings sind in der Klinik Schichtdienste eher die Regel als die Ausnahme. In Ihrer eigenen Praxis hingegen profitieren Sie von sicheren und geregelteren Arbeitszeiten – der Wunsch nach einer eigenen Familie schließt somit keineswegs das Bestreben nach einer Karriere aus.

Kontakt zu Patientinnen und Patienten?

Ob in der Psychiatrie, Onkologie oder Allgemeinmedizin: In diesen Fachrichtungen können besonders intensive Hausarzt-Patienten-Beziehungen entstehen – denn Sie betreuen Ihre Patientinnen und Patienten meist mehrere Monate, teils sogar ihr ganzes Leben lang. Doch auch andere Fachrichtungen wie beispielsweise Gastroenterologie oder Endokrinologie bieten nahen Kontakt zu Patientinnen und Patienten sowie jahrelange und auf Vertrauen basierende Beziehungen, wenn es beispielsweise um chronische Erkrankungen geht.

Wer lieber auf den Kontakt verzichten oder diesen auf ein Minimum beschränken möchte, ist in der Neurologie, Radiologie, Anästhesie oder Pathologie gut aufgehoben – hier ist eine intensive Hausarzt-Patienten-Beziehung eher unwahrscheinlich, wenn auch, je nach Fachrichtung, nicht ganz ausgeschlossen. Möchten Sie den Kontakt mit Patientinnen und Patienten konsequent aus dem Weg gehen, dann wäre eine Ausbildung als Fachärztin oder Facharzt in der Labormedizin denkbar. Doch auch alternative Berufsfelder können in Betracht gezogen werden. Als Medizinerin oder Mediziner stehen Ihnen auch Möglichkeiten in der Pharmaindustrie oder Medizintechnik offen.

Haben Sie Tipps zur Fachrichtungswahl oder haben Sie Ihre Entscheidung schon getroffen? Welche Kriterien waren Ihnen dabei besonders wichtig? Teilen Sie sie mit uns und diskutieren Sie mit!

Die Initiative zukunft:hausarzt lädt Sie dazu ein, gemeinsam mit uns den Hausarztbesuch der Zukunft zu gestalten. Ihre Meinung zählt. Ihre Erfahrung ist wichtig. Tauschen Sie sich mit uns aus, damit Hausärztinnen und Hausärzte, medizinische Fachangestellte, Patientinnen und Patienten sowie Krankenkassen zukünftig von der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) profitieren. zukunft:hausarzt ist eine Initiative des Sächsischen Hausärzteverbands e.V.

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