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Tabuthema Vertrauensverlust

Tipps, wie Sie Ihrem Hausarzt oder Ihrer -ärztin sagen, wo der Schuh drückt

Eine vertrauenswürdige und harmonische Beziehung zwischen Arzt oder Ärztin und Patientinnen und Patienten ist nicht selbstverständlich. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass zwischen beiden Parteien ein Konflikt entsteht. Wie Sie damit am besten umgehen? Wir verraten es Ihnen!

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Wie sagen Sie Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, dass Sie nicht zufrieden sind?

Ehrliche Kommunikation mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt ist das A und O – das gilt nicht nur dann, wenn Sie sagen, was Ihnen fehlt, sondern auch, wenn zwischenmenschlich der Schuh drückt. Deshalb gilt: Sagen Sie Ihrem Hausarzt oder -ärztin immer, wenn Sie mit einer Entscheidung oder einem Vorschlag nicht einverstanden sind. Nur so können Missverständnisse vermieden oder aus dem Weg geräumt und Therapieansätze verändert und verbessert werden. Trotzdem sollten Sie grundsätzlich der Diagnose Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes Vertrauen schenken und auf die Expertenmeinung vertrauen. Stehen Sie den Empfehlungen Ihres Arztes oder Ärztin kritisch gegenüber, wird der Erfolg von Behandlungsempfehlungen für Sie vermutlich nur schwer im Alltag umzusetzen sein. Das gefährdet sowohl den Behandlungserfolg als auch Ihre Zufriedenheit – aber die Ihrer Ärztin oder Arztes, was im gegenseitigen Vertrauensverlust münden kann.

Also sprechen Sie offen und ehrlich mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, wenn bei Ihnen der Schuh drückt und legen Sie die Grundlage, für eine konstruktive Patienten-Arzt-Beziehung. Das hilft Ärztinnen und Ärzten, besser auf Sie einzugehen und Ihre Wünsche hinsichtlich der Behandlungen zu berücksichtigen.

Seien Sie feinfühlig

Nehmen Sie Rücksicht – auch Ärztinnen du Ärzte sind Menschen, dementsprechend sollten Sie Ihre Kritik verpacken. Berücksichtigen Sie, dass Ärztinnen und Ärzte im Regelfall über jahrelange Expertise verfügen und sich ihre Kompetenz erarbeitet haben. Deshalb ist es wichtig, Ihrem Hausarzt oder -ärztin zu signalisieren, dass Sie nicht die fachliche Kompetenz anzweifeln, sondern lediglich über andere Lösungsansätze nachdenken. Durch eine offene Aussprache können Sie signalisieren, dass Sie Vertrauen in den Arzt oder die Ärztin haben und die Möglichkeit zum Gespräch und Reagieren geben.

Wie gelingt das?

Bereiten Sie sich vor! Sie sollten nicht einfach drauf los reden und Ihre Sorgen oder Unmut planlos kommunizieren. Eine relevante Kritik braucht Vorbereitung. Was genau möchten Sie ansprechen? Wenn Sie zum Beispiel auf starke Schmerzmittel verzichten und lieber natürlichere Hilfsmittel einnehmen und verschrieben bekommen möchten, geben Sie diesen Wunsch dem Arzt oder der Ärztin mit, z. B.: „Gibt es eine Alternative für starke Schmerzmittel? Sie verschreiben mir immer direkt sehr starke Tabletten, dabei würde ich im ersten Schritt sehr gerne auf natürlichere Hilfsmittel setzen.“

Nutzen Sie Hilfsmittel, indem Sie sich vorab stichpunktartig notieren, was Sie sagen möchten. Wenn Sie alle relevanten Punkte angesprochen haben, vermeiden Sie dadurch auch das Gefühl aus der Praxis zu gehen und etwas vergessen zu haben. Da für das Arztgespräch nicht unbegrenzt Zeit zur Verfügung steht, sollte die Liste mit Ihren dringendsten Anliegen beginnen. Bieten Sie auch an, dass Sie die Stichpunkte gerne überlassen und sich der Arzt oder die Ärztin später bei Ihnen melden kann. Niemand möchte gerne mit Kritik überfallen werden.

 

Hatten Sie auch schon einmal Probleme mit Ihrem Hausarzt? Und konnten Sie es lösen? Teilen Sie ihre Erfahrungen und diskutieren Sie mit!

Die Initiative zukunft:hausarzt lädt Sie dazu ein, gemeinsam mit uns den Hausarztbesuch der Zukunft zu gestalten. Ihre Meinung zählt. Ihre Erfahrung ist wichtig. Tauschen Sie sich mit uns aus, damit Hausärztinnen und Hausärzte, medizinische Fachangestellte, Patientinnen und Patienten sowie Krankenkassen zukünftig von der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) profitieren. Initiative zukunft:hausarzt – eine Initiative des Sächsischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband e.V. sowie Hausärzteverband Hessen e.V.

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Miezi am 06.02.2022
Vielen Dank für die Tipps zu ,,Tabuthema Vertrauensverlust“.
Diese kann ich aus eigener Erfahrung nur positiv bestätigen, da ich ein bisschen weiß wie Ärztinnen und Ärzte ticken (arbeite selbst in einer Hausarztpraxis). Sprechen Sie Ihre Sorgen und Nöte, das Zwischenmenschliche immer wieder an ohne angreifend zu wirken. Wenn dies in vernünftiger Art und Weise geschieht, es jeder so machen würde wie hier angeraten, dann gäbe es betreffenden Ärzten viel mehr zu Denken. Leider trauen genau das sich viele Patienten nicht. Wichtig dabei ist: gegenseitiger Respekt sowie Wertschätzung sollte unbedingt erhalten bleiben.
Sicher wird es immer Menschen geben, die ,,unverbesserlich“ sind. Menschen, die sich nicht viel sagen lassen, doch dies in anderen Berufszweigen ebenso wie in der Medizin.
Wir haben zum großen Teil verlernt zu kommunizieren. Aber das steht auf einem ganz anderen Stern …… 😊
Bitte lesen Sie zum Thema ,,Tabuthema Vertrauensverlust" auch den interessanten Chat über ,,Engel in weiß: Darum ist Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin die oder der Beste!"
Liebe Grüße
Miezi
IZH-Team am 07.02.2022
Hallo Miezi,
vielen Dank für das Teilen Ihrer Erfahrungen und Ihren Blick auf das Thema. Ein differenzierter Blick auf die Situation hilft in jedem Fall und Kommunikation ist zweifelsfrei unabdinglich. Danke auch für Ihren Kommentar unter dem genannten Blogbeitrag "Engel in weiß".
Bleiben Sie gesund! Liebe Grüße und eine schöne Woche.
Ihr IZH-Team
Anonym vor 3 Wochen
Auch wenn man den Hausärzten vertraut. Problem ist jedoch, das Berichte / Befunde nicht gelesen oder verstanden werden. Genauso, wenn die genannten Symptome nicht angegangen werden. Statt dessen entweder mit den Achseln geguckt, oder die Antwort kommt, kann ich mir nicht vorstellen. Selbst wenn alles oder einiges stimmt zwischen Arzt und Patient. Hat man oftmals das Problem an der Anmeldung, was die Medikamenten Verordnung betrifft, genauso wie auch hin und wieder eine fresche arrogante Tonart eines der MTAs. Sofern man sich beschwert und auch die Sache der Medikamente Verordnung anspricht, kann es darauf hin passieren, daß man aufgrund von Teamarbeit aus der Praxis geworfen wird. Sorry, eigene Erfahrung gemacht, seit meiner Schilddrüsen Erkrankung, bis 1 Jahr dannach. Auch sollten die Ärzte wissen, wenn die ein DMP Programm für zb. Diabetes oder COPD / Asthma, daß die auch lt. Aussage der Fachärzte, für die Medikamente Verordnung verantwortlich sind. Vor allem, nicht nur das der Patient dann hilflos da steht, da weder der eine noch der andere die Medikamente verordnen möchte. Sondern auch, da die Fachärzte dann verunsichert sind, woher man die Medikamente verordnet bekam. Dh., durcheinander hoch drei, so daß man als Patient schon keine Lust mehr hat, weder zu irgend einem Arzt zu gehen, geschweige dessen, die Medikamente weiter ein zunehmen. Vor allem, der Patient ist auf Medikamente angewiesen, steht darauf hin zwischen 2 Stühlen. Das dich diesbezüglich auch Stress zwischen Arzt Praxis und Patient entstehen kann, sollte darauf hin auch berücksichtigt werden.
IZH-Team vor 2 Wochen
Hallo und vielen Dank, dass Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen!
Jede Meinung und Einschätzung zum Thema Gesundheit ist uns wichtig.
Es tut uns leid, dass Sie noch nicht die richtige Hausarztpraxis für sich gefunden haben. Wir haben hier ein paar Tipps, die Ihnen bei der Suche und dem Wechsel helfen können: https://initiative-zukunft-hausarzt.de/magazin/gesundheit-vorsorge/beitrag/hausarztsuche-leicht-gemacht
Viele Grüße
Ihr IZH-Team
Anonym vor 3 Wochen
Auch wenn man den Hausärzten vertraut. Problem ist jedoch, das Berichte / Befunde nicht gelesen oder verstanden werden. Genauso, wenn die genannten Symptome nicht angegangen werden. Statt dessen entweder mit den Achseln gezuckt, oder die Antwort kommt, kann ich mir nicht vorstellen. Selbst wenn alles oder einiges stimmt zwischen Arzt und Patient. Hat man oftmals das Problem an der Anmeldung, was die Medikamenten Verordnung betrifft, genauso wie auch hin und wieder eine fresche arrogante Tonart eines der MTAs. Sofern man sich beschwert und auch die Sache der Medikamente Verordnung anspricht, kann es darauf hin passieren, daß man aufgrund von Teamarbeit aus der Praxis geworfen wird. Sorry, eigene Erfahrung gemacht, seit meiner Schilddrüsen Erkrankung, bis 1 Jahr dannach. Auch sollten die Ärzte wissen, wenn die ein DMP Programm für zb. Diabetes oder COPD / Asthma durch führen, daß die auch lt. Aussage der Fachärzte, für die Medikamente Verordnung verantwortlich sind. Vor allem, nicht nur das der Patient dann hilflos da steht, da weder der eine noch der andere die Medikamente verordnen möchte. Sondern auch, da die Fachärzte dann verunsichert sind, woher man die Medikamente verordnet bekam. Dh., durcheinander hoch drei, so daß man als Patient schon keine Lust mehr hat, weder zu irgend einem Arzt zu gehen, geschweige dessen, die Medikamente weiter ein zunehmen. Vor allem, der Patient ist auf Medikamente angewiesen, steht darauf hin zwischen 2 Stühlen. Das sich diesbezüglich auch Stress zwischen Arzt Praxis und Patient entstehen kann, sollte darauf hin auch berücksichtigt werden.
Anonym vor 3 Wochen
Da muss man erstmal einen Arzt oder eine Ärztin haben ich suche schon ein halbes Jahr wohne in Zittau und keiner nimmt einen dran
IZH-Team vor 2 Wochen
Hallo und vielen Dank, dass Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen!
Jede Meinung und Einschätzung zum Thema Gesundheit ist uns wichtig.
Es tut uns leid, dass Sie noch nicht die richtige Hausarztpraxis für sich gefunden haben. Wir haben hier ein paar Tipps, die Ihnen bei der Suche und dem Wechsel helfen können: https://initiative-zukunft-hausarzt.de/magazin/gesundheit-vorsorge/beitrag/hausarztsuche-leicht-gemacht
Viele Grüße
Ihr IZH-Team

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